Entwicklung des Kammerchors


Das Vokalensemble wurde 1968 als Kammerchor St. Lorenz von Prof. Hermann Harrassowitz, dem damaligen Kantor von St. Lorenz gegründet, und machte sich mit der Pflege von geistlicher Chormusik des 16. und 17. Jahrhunderts bis hin zu Kompositionen der zeitgenössischen und klassischen Moderne, darunter zahlreiche Nürnberger Komponisten, einen Namen. Mit dem Eintritt von Prof. Harrassowitz in den Ruhestand, löste sich 1994 der Chor von St. Lorenz, wurde ein gemeinnütziger Verein und nannte sich fortan Kammerchor Nürnberg.

Im Jahr 1999 übernahm Ingrid Kasper die Leitung des Chores. Einer der vielen Höhepunkt ihres Schaffens war die Aufführung der Bachkantate Nr. 21 „Ich hatte viel Bekümmernis“ in München. Als Frau Kasper die Bezirkskantorenstelle in St. Stephan / Bamberg annahm, ging die Leitung des Chores 2002 an Josef Laußer über.

Herr Laußer erarbeitete in der Zeit von 2002 bis 2004 mit dem Chor verschiedene interessante Programme. Vor allem das „Agnus Dei - Programm“, mit seiner Interpretation des „Agnus Dei“ in der Bearbeitung für Chor a capella von Samuel Barber, ist besonders hervorzuheben.

Von 2005 bis Mai 2014 war der Chor in Händen des künstlerischen Leiters Christian Heidecker, der hauptberuflich als Dekanatskantor an St. Stephan in Würzburg tätig ist. Unter seiner Leitung gab der Chor zahlreiche anspruchsvolle A-cappella-Konzerte in Nürnberg und Umgebung, aber auch in der Schweiz und in Wien. Gemeinsam mit dem Kammerchor Cappella St. Stephan führte der Kammerchor Nürnberg in Würzburg die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach und das Brahms-Requiem auf.

Im Juni 2014 hat Sabine Hickmann die künstlerische Leitung des Kammerchors übernommen.

Sabine Hickmann begann ihr Musikstudium am Meistersinger Konservatorium in Nürnberg mit Oboe und Querflöte und schloss als staatlich geprüfte Musiklehrerin ab. Dort belegte sie bereits Kurse in Orchesterleitung bei Professor Werner Andreas Albert. Später studierte sie Blasorchesterleitung bei Professor Jan Cober in Maastricht und Leipzig und besuchte Masterclasses bei Jorma Panula. Zuletzt studierte Sabine Hickmann mit Masterabschluss Chorleitung bei Professor Ludo Claesen an der Hogeschool Zyud in Maastricht.

Über 20 Jahre leitete sie den Sängerkreis Ammerndorf und war als Dirigentin bei mehreren symphonischen Blasorchestern tätig. In dieser Zeit war sie lange Jahre Ausbilderin und Prüferin beim Nordbayrischen Musikbund.
 

Aktuell leitet sie drei Chöre. Neben dem Kammerchor Nürnberg hat Sabine Hickmann die künstlerische Leitung des Frauenchores des Fränkischen Sängerbundes (FSB) sowie die Leitung des Männerchores Cäcilia Raeren, Belgien.

Seit 2013 ist Sabine Hickmann Mitglied des Musikausschusses des FSB. Sie ist aktives Mitglied des Kamerkoor Maastricht und wirkte davor als Sängerin in verschiedenen professionellen Chören wie dem Opernchor Nürnberg und dem Nürnberger Rundfunkchor mit.

 

Stand September 2017